Ein Jahrzehnt der Menschlichkeit: Wenn aus Fremden Nachbarn werden

zum 10-jährigen Jubiläum der Flüchtlingshilfe Nidderau

Es gibt Momente, in denen hält eine Stadtgemeinschaft inne und blickt voller Ehrfurcht auf das, was im Stillen, Tag für Tag, geleistet wird. Ein solcher Moment war das letzte Augustwochenende, an dem die Flüchtlingshilfe Nidderau im evangelischen Gemeindehaus ihr 10-jähriges Bestehen feierte. Es war weit mehr als ein Jubiläum – es war ein berührendes Fest der Gemeinschaft und des Dankes. Es zeigt den unermüdlichen, rein ehrenamtlichen Zusammenhalt, den ganz praktischen Einsatz des Mottos – Miteinander Füreinander. In 10 Jahren ist viel passiert; aus Fremden wurden Freunde, aus Geflüchteten wurden Mitbürger, aus Hilfsempfängern wurden Helfer.

Rund 140 Gäste – darunter Geflüchtete, Unterstützende sowie Helferinnen und Helfer der ersten Stunde – kamen zusammen, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu begehen. Während für die Kinder mit einer Hüpfburg, Spielzeug und einem Maltisch bestens gesorgt war, herrschte im Saal eine sichtlich bewegte Stimmung. Das achtköpfige Ensemble „La Sinfonietta“ der Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden begleitete den Nachmittag musikalisch und verlieh dem Programm einen festlichen und feierlichen Rahmen.

Chronik eines unermüdlichen Einsatzes

Die stellvertretende Vorsitzende Jutta Ley führte feinfühlig durch den Nachmittag, an dem vor allem eines klar wurde: Ohne dieses ehrenamtliche Fundament wäre Nidderau um so vieles ärmer. Der erste Vorsitzende Rolf Ensberg nahm die Anwesenden mit auf eine Zeitreise durch zehn Jahre Flüchtlingshilfe. Er zeichnete den Weg von den ersten, oft improvisierten Schritten bis hin zu einer fest etablierten Stütze der Stadtgesellschaft nach. Sein Dank galt, neben den Mitgliedern und Helfern – den Nidderauer Betrieben, die Türen öffneten und Arbeitsplätze schenkten, sowie den Stiftungen, deren finanzielle Hilfe diese Arbeit erst tragfähig macht.

Gleichzeitig richtete Ensberg einen eindringlichen, von Herzen kommenden Appell an die Geflüchteten, den Weg der Integration über Sprache, Schule und Beruf mutig weiterzugehen. Integration, so betonte er, sei ein lebendiger Prozess, der das Wollen und Tun von beiden Seiten brauche. Ein Appell ging auch an die Politik: Gerade in Zeiten leerer Kassen dürfe die Unterstützung für Sprachkurse nicht abreißen. Denn Sprache ist der Schlüssel zur Integration.

Ein Zusammenspiel, das Leben rettet und Zukunft baut

Wie unverzichtbar dieses Ehrenamt ist, machten auch der Erste Stadtrat Rainer Vogel und der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz, in ihren Grußworten deutlich. Beide würdigten die Arbeit der Helferinnen und Helfer mit tiefem Respekt: Ohne diesen unermüdlichen Einsatz wäre die Betreuung der Menschen in Nidderau schlicht nicht zu stemmen gewesen. Es ist das harmonische und enge Zusammenspiel zwischen städtischen Gremien und der Flüchtlingshilfe, das hier echte Perspektiven schafft.

Einen wissenschaftlichen und zugleich zutiefst wertschätzenden Blick warf Christa Kaletsch auf das Projekt. Als Autorin und Beraterin für Menschenrechtsbildung war sie zu Beginn eine wichtige Impulsgeberin und berichtete sichtlich bewegt von der seither gewachsenen, bewundernswerten Zusammenarbeit. Sie betonte die Einzigartigkeit dieser Flüchtlingshilfe, die auch schwierige innere Prozesse nicht scheut, um ihr Wirken und Tun an die tatsächlichen Bedarfe anzupassen.

Worte, die unter die Haut gingen

Der emotionale Höhepunkt des Festes gehörte den Menschen, um die es geht. Als Vorstandsmitglied Antje Hoops drei Geflüchtete interviewte, wurde es ganz still im Saal. Olga Bereza aus der Ukraine, Behzad Fahim aus Afghanistan und Abdul Tayar aus Syrien erzählten ihre Geschichten. Sie sprachen vom harten Ankommen, den schier unüberwindbaren Hürden der deutschen Bürokratie und dem steinigen Weg, die deutsche Sprache zu erlernen. Doch sie sprachen auch von ihrem unbändigen Willen, vom Finden von Arbeitsplätzen und dem Beginn von Studienwegen und der Hoffnung. Vom Hoffen und Finden eines Lebens, was körperliche Sicherheit und freie Entfaltung in Bildung und Leben ermöglicht. Es sind Geschichten von Stolz, Dank, Mut und Erfolg, die ohne die helfenden Hände der Flüchtlingshilfe vielleicht ganz anders verlaufen wären.

Als Soraya Ramazani, die im Café Welcome mitarbeitet, eine feierliche Dankesrede an die Helfer richtete, war die gerührte Verbundenheit im Raum fast greifbar. Und als der offizielle Teil mit dem kraftvollen, hoffnungsgebenden südafrikanischen Song „Jerusalema“ endete, schwang darin die Kernbotschaft dieses Tages mit: Miteinander – Füreinander.

Ein Blick zurück und der Ruf nach vorne

Beim anschließenden Fingerfood-Buffet bot sich Raum für Erinnerungen. Im Foyer ließen alte Zeitungsartikel und eine Foto-Show die vergangenen zehn Jahre Revue passieren.

Das Jubiläum hat gezeigt, wie entscheidend die Arbeit der Flüchtlingshilfe für eine gelungene Integration in Nidderau ist. Damit dieses wichtige Engagement auch in Zukunft fortgeführt werden kann, freut sich der Verein über jede Unterstützung. Wer sich selbst einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, freitags vorbeizuschauen: Die Kleiderkammer und das Café Welcome in der Synagogenstraße 22 sind an jedem Freitag von 11:00 bis 13:00 Uhr geöffnet.
Ein Besuch, der Leben verändern kann – das eigene und das der neuen Nachbarn.

Flüchtlingshilfe Nidderau blickt auf das Jahr 2025 zurück und wählt neuen Vorstand

Anfang Mai hat die Flüchtlingshilfe Nidderau ihre Mitgliederversammlung abgehalten.

Einer erfreulichen Teilnehmeranzahl berichtete der erste Vorsitzende Rolf Ensberg zunächst über die Aktivitäten der Flüchtlingshilfe im Jahr 2025. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit in der Kleiderkammer, die jeden Freitag von 11:00 bis 13:00 Uhr geöffnet ist. Von der Kleiderkammer werden gespendete Haushaltswaren und Bekleidung an die Geflüchteten kostenlos ausgegeben. Auch wird von hier die Hilfe für die Ukraine in Zusammenarbeit mit dem Verein Medizinhilfe Karpato Ukraine und der Moldawien-Ukraine-Hilfe e.V. koordiniert.

Neben der Kleiderkammer betreibt die Flüchtlingshilfe in der Synagogenstraße 22 in Windecken das Café Welcome. Hier findet bei Kaffee, Tee und Kuchen, der von örtlichen Bäckereien gespendet wird, Beratung und Austausch in allen Angelegenheiten der Geflüchteten statt.

Auch im abgelaufenen Jahr erhielt die Flüchtlingshilfe neben Sachspenden von Privatpersonen und dem örtlichen Handel finanzielle Unterstützung von Bürgerinnen, Bürgern und Stiftungen. Dafür bedankte sich der Vorstand sehr herzlich.

Im Laufe des Jahres fanden diverse Veranstaltungen statt, an denen die Flüchtlingshilfe teilnahm oder die Räume zur Verfügung stellte. Genannt seien hier beispielhaft Sprachkurse, Berufsmessen, die Nachhaltigkeitswerkstatt der Stadt Nidderau und Workshops gegen Rechtextremismus.

Die Flüchtlingshilfe bedankte sich ausdrücklich bei der Stadt Nidderau, die die Räume in der Synagogenstraße zur Verfügung stellt und über den Fachbereich Soziales mit Rat und Hilfe zur Seite steht.

Der Bericht des Kassierers und der Kassenprüferinnen wurde ohne Beanstandung entgegengenommen und der Vorstand einstimmig entlastet.

Nina Haible-Baer und Michael Beensen stellten sich nach 10 Jahren Vorstandsarbeit nicht mehr zur Wiederwahl. Ihnen wurde für ihre langjährige Mitarbeit einschließlich Gründung des Vereins ein großer Dank ausgesprochen.

Der neue Vorstand setzt sich nach der Wahl folgendermaßen zusammen:

erster Vorsitzender bleibt Rolf Ensberg, zur zweiten Vorsitzenden wurde Jutta Ley gewählt, Antje Hoops bekleidet das Amt der Kassiererin und Traudel Grögler wurde zur Schriftführerin gewählt.

Der Verein der Flüchtlingshilfe Nidderau besteht in diesem Jahr 10 Jahre. Dieses Jubiläum wird mit einem Fest für die Geflüchteten, ihre Helferinnen und Helfer am 29. August 2026 im evangelischen Gemeindehaus Windecken gefeiert.

von links: J. Ley, R. Ensberg, A. Hoops, I. Grögler

Zweisprachige Lesung in Stadtbücherei

Am 14.3.26 lud der Förderverein der Stadtbücherei Nidderau e.V. in Kooperation mit der Flüchtlingshilfe Nidderau e.V. zu einem zweisprachigem Bilderbuchkino auf Deutsch und Ukrainisch ein.

Es ging um die Geschichte „Kleiner Dachs & großer Dachs – Der riesengroße Streit“ von Annette Herzog und Olga Strobel, toll gelesen im Wechsel von Deutsch und Ukrainisch durch Frauke Blum vom Förderverein sowie Ohla Rostikova. Gebannt und aufmerksam verfolgten die Zuhörer die Geschichte und fieberten dem Happy End entgegen.

Informationen zum Förderverein der Stadbücherei gibt es unter www.foerderverein-stadtbuecherei-nidderau.de

Flüchtlingshilfe Nidderau trauert um Karin Vorbeck-Peters

Die Flüchtlingshilfe Nidderau e.V. trauert um ihr Mitglied Karin Vorbeck-Peters. Sie verstarb Anfang April nach schwerer Krankheit. Karin Vorbeck-Peters gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. In ihrer Funktion als Sprecherin der AG Beratung gehörte sie dem Beirat des Vereins an.

Aber wichtiger als diese Funktionen waren ihr in all den Jahren die von ihr betreuten Geflüchteten, von denen sie „Frau Karin“ genannt wurde. Sie hatte sich ein breites Netzwerk von Kontakten bei öffentlichen und privaten Trägern sowie bei Behörden und Ämtern aufgebaut, welches sie bei der Unterstützung ihrer Betreuten effektiv zu nutzen wusste. Sie organisierte Integrationskurse, brachte Menschen in Ausbildung und Beruf und sorgte für den Start in Kindergarten oder Schule für die Jüngeren. Sie nahm sich jeden Freitag, zunächst im Blauhaus, später dann im Café Welcome in der Synagogenstraße, Zeit, um sich durch die zahlreichen Anliegen ihrer Schützlinge zu arbeiten. Außerdem bot sie jeden Mittwochnachmittag im Beratungscontainer am Rothaus in Ostheim ihre Hilfe an. Auch außerhalb dieser festen Termine war sie stets mit Rat und Tat erreichbar. Ihr Engagement, das sie sogar aus dem Urlaub fortsetzte, war Vorbild für viele Kolleginnen und Kollegen aus der Flüchtlingshilfe.

Die Flüchtlingshilfe Nidderau verliert mit Karin Vorbeck-Peters eine außerordentlich engagierte, immer hilfsbereite und großartige Frau.

Nachhilfe/Hausaufgabenhilfe neu organisiert

Die Nachhilfe/Hausaufgabenhilfe für Kinder organisiert sich ab dem 1.5.25 in einem neuen Verein selbst. Die Trägerschaft und Verantwortung der Flüchtlingshilfe Nidderau e.V. für dieses Angebot endet damit.

Wir danken allen Helferinnen und Helfern für Ihre bisherige wertvolle Arbeit in der Unterstützung der Kinder und Jugendlichen und wünschen dem neuen Verein alles Gute. Den Kindern und Jugendlichen wünschen wir viel Erfolg auf ihrem weiteren schulischen Weg.

Herzlichen Glückwunsch an Petra und Rolf Ensberg!

Im Rahmen des Frühlingsempfangs der Stand Nidderau wurden unsere langjährigen Mitglieder Petra und Rolf Ensberg für ihr 25jähriges und äußerst vielfältiges ehrenamtliches Engagement mit der Bürgerplakette der Stadt Nidderau ausgezeichnet.

Schon weit vor ihrem Engagement bei der Flüchtlingshilfe waren sie ehrenamtlich aktiv. Unter anderem beim Inlineskaten, dem Tauschring, als Schiedsmann und bei der Suppenküche EinTopf. Bürgermeister Andreas Bär würdigte das Engagement und lobte beide dafür ein „wunderbares Vorbild für das Ehrenamt“ zu sein.

Wir freuen uns mit und für euch über diese tolle Anerkennung!

Mit ein paar Pullis fing vor 10 Jahren alles an

Die Kleidermotten, wie sie sich scherzhaft nennen, versorgen vor allem geflüchtete Menschen in Nidderau mit Kleidung und Haushaltsgegenständen. Vor 10 Jahren begann ihre ehrenamtliche Arbeit in einem Raum des Jugendzentrums „Blauhaus“ in Windecken mit eine paar gespendeten Pullovern. Es folgten 9 Jahre, in denen die Angebote erweitert wurden und die Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer kontinuierlich wuchs. Im Jahr 2023 wechselte die Nidderauer Flüchtlingshilfe e.V. mit ihrer Kleiderkammer den Standort in das Monica Kingreen Haus in der Synagogenstraße 22. Dort ist die Kleiderkammer jeden Freitag von 11.00 – 13.00 Uhr zeitgleich mit dem Café „Welcome“ geöffnet.

Mit Kleidung fing alles an. Inzwischen wird in der Kleiderkammer Wäsche, Geschirr, Haushaltswaren und vieles mehr angeboten. Alles, was zur Erstausstattung eines Haushaltes so gebraucht wird. Für die neuen Geflüchteten packen die Mitarbeiterinnen Begrüßungskisten mit Bettwäsche, Handtüchern, Töpfen, Pfannen usw. In diesem Zusammenhang muss die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern und den Verantwortlichen der Stadt Nidderau unbedingt erwähnt werden.

Der Krieg in der Ukraine bedeutete eine zusätzliche Herausforderung. Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Nidderau kamen, nahm enorm zu. Inzwischen werden jede Woche in der Kleiderkammer Kisten mit Verbandsmaterial, Bettwäsche, Handtücher und gut erhaltener Herrenbekleidung für ein Lazarett in der Ukraine gepackt. Ein Dank geht an das Sanitätshaus Schmidt für die Spende von orthopädischen Hilfsmitteln. Außerdem sammelt die Flüchtlingshilfe wieder Kerzenreste. Diese werden in der Ukraine eingeschmolzen, in Blechdosen gegossen und zu „Grabenkerzen“ verarbeitet. Sie geben den Soldaten in den Schützengräben etwas Wärme und Licht. Eine Kontaktperson der Ukrainehilfe ist jeden Freitag vor Ort und beantwortet gerne Fragen.

Für die vielen Sachspenden bedankt sich die Flüchtlingshilfe Nidderau sehr herzlich. Die Spendenbereitschaft der Nidderauer Bürger ist bemerkenswert. Manchmal bekommt das Team der Kleiderkammer ganze Haushaltsauflösungen angeboten. Das bedeutet viel Arbeit, bis alles sortiert und in den Regalen verteilt ist. Das außerordentliche Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen ist dabei besonders anerkennenswert.

Jeder, der die Angebote der Kleiderkammer in Anspruch nehmen möchte, ist freitags herzlich willkommen. Weitere Sachspenden werden – nach Absprache – gern entgegengenommen.

Großzügige Spende für Bildungsarbeit von der Karl und Else Seifriedstiftung

Am letzten Tag der Nachhilfe vor den Weihnachtsferien erhielten die Kinder Besuch von der Karl und Else-Seifriedstiftung. Die Vorstände Rainer Vogel und Bernd Reuter hatten ein dickes Weihnachtsgeschenk im Gepäck. Mit 7.800 Euro wird die Stiftung die Bildungsarbeit der Flüchtlingshilfe Nidderau im Jahre 2025 unterstützen.

Annette Gonschor und Rolf Ensberg bedankten sich herzlich für die wichtige Hilfe. Diese großzügige Spende erlaubt es den ehrenamtlichen Helfern weiterhin wöchentlich ca. 45 Schüler an zwei Nachmittagen in der Woche im katholischen Gemeindehaus Heldenbergen bei ihren Schulaufgaben und Prüfungsvorbereitungen zu betreuen. 

An diesem letzten Tag freuten sich die jüngeren Kinder, dass die Helferinnen und Helfer mit ihnen ausnahmsweise Karten und anderes spielten. Die älteren Kinder mussten sich allerdings noch auf letzte Klassenarbeiten vorbereiten.

Nachhilfe der Flüchtlingshilfe bekommt Spende von der Bürgerstiftung

Mitte November besuchten Horst Körzinger und Bernd Siebel vom Vorstand der Bürgerstiftung Nidderau die Betreuerinnen und Betreuer der Hausaufgabenhilfe für Schülerinnen und Schüler im Gemeindehaus der katholischen Kirche in Heldenbergen. Die Flüchtlingshilfe Nidderau e.V. bietet diese Nachhilfe seit 2015 an. Betreut werden Dienstag und Mittwoch nachmittags ca. 25 Kinder der Grund- und Hauptschulklassen. Zusätzlich lernen in einem Extraraum noch ca. 6 Schüler der Klasse 10 und aufwärts und bereiten sich auf ihre Prüfungen vor.

Die Sprecherin der AG Bildung der Flüchtlingshilfe, Annette Gonschor, stellte den Besuchern die Betreuerinnen, Betreuer sowie Schülerinnen und Schüler vor. Es waren wie immer viele Nationalitäten vertreten, z.B. Kinder aus Syrien, Afghanistan, der Türkei oder Eritrea, um nur einige zu nennen. Alle sind mit großem Spaß und Eifer bei der Sache. Es wird gelesen, gerechnet und die Hausaufgaben für den nächsten Tag können erledigt werden.

Der Anlass des Besuchs war für die Flüchtlingshilfe besonders erfreulich. Denn Herr Körzinger und Herr Siebel hatten zur weiteren Unterstützung des Bildungsangebotes einen Scheck über € 500,– mitgebracht. Er wurde an den Vorsitzenden der Flüchtlingshilfe Rolf Ensberg und an Annette Gonschor, stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer, übergeben. Mit dem Geld kann die Flüchtlingshilfe z.B. Lernmaterial wie Hefte und Bücher einkaufen. Die Vertreter der Flüchtlingshilfe bedankten sich herzlich für die Spende mit jeweils zwei Gläsern selbstgemachter Marmelade.

Aber nicht nur im Gemeindehaus, sondern auch im Café Welcome in der Synagogenstraße wird den Geflüchteten beim Lernen und in der Beratung geholfen, und zwar am Montagvormittag und -nachmittag. Wer als Ehrenamtliche oder Ehrenamtlicher bei der AG Bildung oder an anderer Stelle mitarbeiten möchte, kann sich auf der Internetseite der Flüchtlingshilfe