Interkulturelle Wochen im September 2019

Neue Bekanntschaften in Länder auf der ganzen Welt

Jeden Freitag in der Zeit von 11.00 – 13.00 Uhr öffnet das „Café Blauhaus“ in Windecken seine Türen. Bei Kaffee, Tee und Kuchen verwandelt sich das Jugendhaus in ein interkulturelles Café, in dem man mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen bei interessanten Gesprächen in Kontakt kommen kann.

Im Rahmen der interkulturellen Wochen sind am 20. und 27. September 2019 zusätzlich verschiedene kurze musikalische Darbietungen geplant. Insbesondere soll Musik aus „aller Herren Länder“ die Gespräche untermalen. Die einzelnen Musikstücke sollen dabei regional zugeordnet und erläutert werden.

In der Kleiderkammer, die während des Cafés geöffnet ist, besteht die Möglichkeit, sich mit gebrauchter Kleidung zu versorgen oder gut erhaltene Kleidung und Haushaltsgegenstände abzugeben. Die Flüchtlingshilfe Nidderau freut sich auf viele Besucher.





Lebensmittel Foto erstellt von pressfoto – de.freepik.com

New Café

Im Rahmen des montäglichen Treffens der Flüchtlingshilfe mit den Bewohnern der Liebigstr. wurden die letzten schönen Tage genutzt und noch einmal gemeinsam gegrillt.

Eine gelungene Abwechslung, die allen viel Spaß bereitete.

Nidderau feiert Zuckerfest

Endlich ist der Ramadan vorbei und das musste gefeiert werden. Bereits zum 5. Mal lud die Flüchtlingshilfe Nidderau zu einem großen Fest ein. Diesmal im und rund um das Blauhaus in Windecken. Die Vorsitzende Kirsten Ohly begrüßte die Gäste mit den Worten: Wir wollen hier gemeinsam feiern, egal ob mit muslimischem oder christlichem Glauben oder auch ganz ohne Glauben. Wir feiern, dass wir uns hier in Nidderau wohl fühlen.

Viele leckere Speisen hatten die Geflüchteten und ihre Helfer zusammengetragen. Es gab sowohl Spezialitäten vom Grill als auch ein reichhaltiges Büfett aus orientalischen und deutschen Speisen und Kuchen. Bei überwiegend arabischer Musik wurde miteinander geredet, gespielt und getanzt. Die Kinder vergnügten sich mit Rollern, Dreirädern und Bällen und sofern sie schon heranreichten auch mit Tischtennis und Tischfußball. Sehr beliebt war auch wieder der Billardtisch.

Am Rande nutzten die anwesenden Vorstandsmitglieder der Flüchtlingshilfe die Gelegenheit, den ebenfalls anwesenden 1.Stadtrat Rainer Vogel, erneut auf die dringliche Notwendigkeit zur Schaffung von individuellem Wohnraum für die Geflüchteten hinzuweisen.

Das freundliche Wetter ließ es zu, dass Tische und Bänke im Außenbereich gut besetzt waren. Dass zwischenzeitlich viele Geflüchtete in Beschäftigungs-verhältnissen sind konnte man daran merken, dass sich zur Feierabendzeit das Gelände zunehmend noch mehr füllte. Aus diesem Grund soll das Zuckerfest im nächsten Jahr an einem Samstag stattfinden. Erst der Wolkenbruch zum Abend ließ alle noch Anwesenden ins Blauhaus flüchten, wo bis zum Ende des Unwetters die letzten Büffet-Reste ihre Abnehmer fanden und das Aufräumen durch viele Helfer rasch von der Hand ging.

Stammtisch

Der Stammtisch findet immer am letzten Mittwoch im Monat statt.

Das nächste mal ausnahmsweise am 23. Mai nach der JAhreshauptversammlung.

 

Feierliche Eröffnung des NEW CAFE

Am 11.3.19 war es endlich soweit. Nach intensiver Planung und anstrengenden Bauarbeiten konnte das New Café in der Gemeinschaftsunterkunft feierlich eröffnet werden.

Neben den Bewohnern der Liebigstraße kamen viele Gäste aus der Flüchtlingshilfe, von der Stadt Nidderau sowie Förderer und Freunde. Auch der erste Stadtrat Rainer Vogel hat an der Eröffnung teilgenommen und die Schließung der Großunterkunft in Aussicht gestellt.  Die Veränderungen, hin zu mehr Behaglichkeit, wurden allseits begrüßt. Kirsten Ohly, 1. Vorsitzung der Flüchtlingshilfe, wies eindrücklich darauf hin, dass die Schließung der Großunterkunft für die Flüchtlingshilfe oberste Priorität hat und die Verschönerungsmaßnahmen nur die Zeit bis dahin überbrücken sollen.

In freundlich zugewandter Atmosphäre entstanden spannende Gespräche. Bei Speis und Trank lauschten die Anwesenden der Darbietung eines afrikanischen Rappers.

Die Umbau- und Malerarbeiten wurden von den Geflüchteten selbst gestaltet. Auch der schöne Laminatboden wurde selbst verlegt. Es ist gut gelungen, eine behagliche Nische zu schaffen. So verschönerte sich die ehemaligen Industriehalle, die den Bewohnern vorher nur weiße Wände und kargen weißen Fliesenboden bot.

Wir danken allen Helfern, Spendern und Bauarbeitern für ihren tollen Einsatz.

       

Flüchtlingshilfe organisiert Deeskalations-Workshop

Im Jugendzentrum Blauhaus in Windecken trafen sich Mitglieder der Flüchtlingshilfe Nidderau und MitarbeiterInnen aus dem Fachbereich Soziales der Gemeinden Gelnhausen, Schöneck und Nidderau um gemeinsam „Deeskalation zu üben“. Dabei kamen Themen wie – Was ist öffentliche Gewalt? – Wie kann ich mich schnell und effektiv aus  einem öffentlichen Konflikt lösen? – Wie kann ich helfen, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? – zur Sprache.

Unter der Leitung von Rolf-Dieter (Ted) Baer konnten die ca. zwanzig Anwesenden kritische Situationen und Verhaltensweisen ausprobieren und deren Wirkung erfahren. Dabei wurden die Übungen von Ted Baer durch Schilderungen realer Situationen aus seiner früheren Polizeiarbeit ergänzt, was die Rollenspiele besonders interessant und lebensnah gestaltete. Zudem konnte er von realen Reaktionen in tatsächlichen Konfliktfällen berichten. Dabei wurde klar, dass man das Gefahrenpotenzial häufig unterschätzt, insbesondere wenn man sich nicht schnellstmöglich aus der Situation herausbegibt. Im akuten Fall sollte man sich, wenn man nicht direkt deeskalierend eingreifen kann, die Situation verlassen und umgehend Hilfe holen. Am Ende des 3-stündigen Trainings waren die Teilnehmer begeistert darüber, wie effizient in der kurzen Zeit Handlungsempfehlungen gelernt und umgesetzt werden können.

             

Partizipationsprojekt

Im Zuge unseres Partizipations-Projektes wurden die Kooperation mit dem Zentrum für Demokratiepädagogik e.V. aus Frankfurt gesucht. Die Mitarbeiter führten zunächst eine Befragung unter den Nidderauer Geflüchteten zu ihren Wünschen und Sorgen, und den für Sie dringlichsten Problemen durch. Dabei zeigte sich schnell, dass es in Nidderau keine Prototypischen „Geflüchteten“ gibt, sondern sich die Bedürfnisse und Probleme in verschiedenen Gruppen doch deutlich unterscheiden.

Am dringlichsten scheint der Flüchtlingshilfe die Unterstützung in der Großunterkunft. Daraufhin haben sich zwei Arbeitsgruppen gebildet. Eine gestaltet mit den Bewohnern einen Gemeinschaftsraum und versucht so die Lebensbedingungen kurz- und mittelfristig zu verbessern. Siehe dazu auch  den Beitrag zum New Café.
Die andere Gruppe hat folgende Vorderung formuliert und versucht auf die Schließung der Großunterkunft hinzuwirken. Wir freuen uns, dass unser Anliegen in der Stadtverordnetenversammlung gehört wurde und die Mehrheit der Fraktionen die Schließung der Großunterkunft befürworten.